Makronährstoffe

Die Hauptspeisen in unserer Ernährung dienen uns vornehmlich der Versorgung mit den sogenannten Makronährstoffen. Dabei handelt es sich um Kohlenhydrate, Proteine bzw. Eiweiße und Fette bzw. Öle.

Kohlenhydrate sind ein elementarer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Sie liefern dem Körper nicht nur die wichtigen Glukosebausteine, die in den Zellen zur Energieversorgung umgewandelt werden, sie liefern auch die oft nur am Rande erwähnten Ballaststoffe. Zahlreiche Studien belegen den gesundheitlichen Nutzen von Ballaststoffen in unserer Ernährung. In Schweden werden mit dem Keyhole-Modell Lebensmittel mit einem ernährungs-relevanten Anteil an Ballaststoffen gekennzeichnet und so für den Verbraucher kenntlich gemacht. Andere Länder sollten diesem guten Beispiel folgen.

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Bananen sind in den Tropen ein wichtiger Kohlenstofflieferant

Proteine bzw. Eiweiße sind ebenso unerlässliche Nahrungsbestandteile und gerade für den in der körperlichen Entwicklung befindlichen jungen Menschen von großer Bedeutung. Die mit der Nahrung zugeführten pflanzlichen und tierischen Proteine werden im oberen Verdauungstrakt in ihre Einzelbausteine, den Aminosäuren, zerlegt und in dieser Form aus dem Verdauungstrakt resorbiert. Um dann anschließend zum Aufbau körpereigener Proteine verwendet zu werden. Unter den 23 proteinogene Aminosäuren, die zum Aufbau unserer menschlichen Proteine benötigt werden, befinden sich 8 essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann und zwingend über die Nahrung aufgenommen werden müssen und 2 semi-essentielle Aminosäuren, die unter bestimmten Umständen mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Die in der Natur befindlichen Proteine weisen oftmals eine höchst unterschiedlich Aminosäurezusammensetzung auf und zudem besitzen zahlreiche Lebensmittel  äußerst geringe Mengen bestimmter proteinogener Aminosäuren. Da der menschliche Organismus jedoch auf eine ganz bestimmte Zusammensetzung der mit der Nahrung zugeführten Aminosäuren angewiesen ist, empfiehlt  es sich daher, einen abwechslungsreichen Speiseplan zu befolgen. Durch das Bestreben verschiedene Proteinquellen in die Ernährung einzubauen, können wir sicherstellen, dass wir mögliche Imbalancen bei den zugeführten Aminosäuren vermeiden.

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Nüsse sind eine gute Quelle für wertvolle pflanzliche Öle

Fette und Öle werden in der Ernährung, wegen ihrer hohen Kaloriendichte, oftmals gemieden und dadurch nur in geringem Maße in der Küche eingesetzt. Jedoch bedarf es auch von dieser Makronährstoffgruppe einen signifikanten Anteil in unserer Ernährung – je nach Geschlecht, körperlicher Konstitution und Belastung sind dies 60 bis 80 g pro Tag. Fette und Öle kann man ganz klassisch nach ihrem Schmelzverhalten unterscheiden. Während Fette bei mitteleuropäischer und durchschnittlicher Raumtemperatur eine feste Konsistenz besitzen, sind Öle bei der gleichen Temperatur flüssig und viskos. Während man auf Fette, die ja zumeist aus tierischen Quellen stammen – eine Ausnahme wäre zum Beispiel das Kokosfett – , oftmals verzichten könnte, sollte eine ausreichende Menge an pflanzlichen Ölen in unseren Speiseplan Eingang finden. Öle bestehen wie die Fette hauptsächlich aus Triglyceriden und ihren lipophilen Begleitstoffen. Die Triglyceride in pflanzlichen Ölen unterscheiden sich jedoch in ihrer chemischen Struktur von denen der festen Fette. So besitzen Öle mehr von den ernährungsphysiologisch bedeutsamen ungesättigten Fettsäuren. Diese ungesättigte Fettsäuren machen sie zum einen, aufgrund ihrer Reaktivität, für weitere Stoffwechselprozesse interessant und damit auch wertvoll, auf der anderen Seite neigen sie jedoch auch zu einer raschen Oxidation und führen damit zu einem beschleunigten Ranzigwerden. Sind Öle oder Fette durch zu langem Licht- und Sauerstoffeinfluss ranzig geworden, sollten sie nicht mehr verzehrt werden. Wie bei den Kohlenhydraten und den Proteinen gilt auch ihr, dass eine vielfältige Auswahl verschiedener pflanzlicher Speiseöle in der Ernährung von großer Bedeutung ist.

Autor: narunge

Aufgewachsen im trostlosen, grauen Berlin-Wedding. Sehnsucht nach Schönheit und Reinheit der Natur. Was unsere Nahrung im Innersten zusammenhält. Vielfalt der pflanzlichen Heilmittel. Welcher Geist durchströmt die Pflanzenwelt. O König der Kephallenier!

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