Leber Berlin-Pankow

Die Leber nach Berliner Art gehört zu Berlin wie David Hasselhof und John F. Kennedy. Irgendwie zunächst irritierend, aber Leber mit Kartoffelpüree, Apfel und Zwiebeln ist ein Stück Berliner Identität. Die von mir kreierte Version Leber Berlin-Pankow ist eine Ehrerweisung an den ehemals Ostberliner Bezirk. Nicht nur glorreich besungen von Udo Lindenberg, sondern auch Geburtsort des Blogschreibers. Diese Version wurde noch um Möhre und Rosenkohl erweitert und stellt nur eine Variationsmöglichkeit dar. Weitere sollen kommen. Leber ist bekannt für seinen außerordentlich hohen Vitamin A Gehalt und sollte aus diesem Grunde nicht regelmäßig verzehrt werden. Da für chronische, hohe Dosen eine teratogene Wirkung ab der 7. Schwangerschaftswoche und bei noch höherer Dosierung hepatotoxische Wirkung belegt werden konnten, ist gerade für Schwangere der regelmäßige Verzehr von Leber nicht zu empfehlen. Zudem ist bekannt, dass beim häufigen Konsum von auch nur moderat erhöhten Mengen, die Knochenmineraldichte abnimmt, und sich so die Gefahr für Knochenbrüchigkeit und Spontanfrakturen signifikant erhöht. Auf der anderen Seite gibt es auch Erkenntnisse über den positivien Einfluss von Vitamin A bei Erkrankungen der Atemwege und die günstige therapeutische Beeinflussung rezidivierender respiratorische Infekte. Zusammenfassend soll gesagt sein, dass bei allen fettlöslichen Vitaminen eine moderate Verzehrmenge angestrebt warden sollte. Dieses Gericht eignet sich wegen seines guten Nährstoffprofils auch in seiner verkleinertern Form als Zwischengang.


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Das Rezept ist für 4 Personen gedacht. Die benötigten Zutaten sind dem Küchenschrank, dem Kühlschrank oder dem Garten zu entnehmen. Anderweitig können die Lebensmittel auch auf dem nächstgelegenen Markt oder im Reformhaus erworben werden.

  • Leber (200 g)
  • Kartoffeln (1 kg)
  • Rosenkohl (200 g)
  • Möhren (100 g)
  • Zwiebeln (100 g)
  • Knoblauch (10 g)
  • Apfel (75 g)
  • Petersilie (30 g)
  • Sahne (200 g)
  • Milch (75 g)
  • Hühnervollei (1 Stk.)
  • Rotwein (100 g)
  • Olivenöl (50 g)
  • Rapsöl (15 g)
  • Butter (30 g)
  • Pfeffer (5 g)
  • Salz (25 g)

Die Kartoffeln waschen, in grobe Stücke schneiden und in einem großen Topf weich kochen.

Währenddessen ein Viertel der Zwiebeln fein Würfeln, die Hälfte des Knoblauchs fein hacken und beides in etwas Butter andünsten, mit der Sahne und der Milch ablöschen, die fein gehackte Petersilie zugeben. Mit weiteren Kräutern und Gewürzen verfeinern und bei kleinster Hitze köcheln lassen. Gegebenenfalls während des Einkochens mit etwas Wasser verdünnen.

In einer Pfanne einen Teil des Olivenöls und des Rapsöls heiß werden lassen, die gewürfelte Möhre und den geputzten und geviertelten Rosenkohl zugeben und beides für ca. 3 Minuten scharf anbraten. Ein Viertel der Zwiebeln fein Würfeln und den restlichen Knoblauch fein hacken, beides dazugeben und Farbe annehmen lassen. Alles fein würzen, pfeffern und salzen.

In der Zwischenzeit sollten die Kartoffeln weich geworden sein. Diese nun abgießen, kurz ausdampfen lassen und gründlich die Sahne-Milch-Mischung einstampfen. Noch heiß das verquirlte Hühnervollei einarbeiten. Alles fein würzen, pfeffern und salzen. Gründlich mit Muskatnuss abschmecken.

Die Leber waschen, trocknen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die restlichen Zwiebeln in grobe Ringe schneiden. In einer schweren Pfanne das restliche Öl und die restliche Butter heiß werden lassen und die Leber und die Zwiebeln zugeben und scharf anbraten. Den Apfel in Würfel schneiden und zum Schluss kurz mit andünsten. Mit dem Rotwein ablöschen und nur kurz einkochen. Alles fein würzen, pfeffern und salzen.


Nährstoffversorgung – „Leber Berlin-Pankow“

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Kommentar: Versorgung mit Vitamin A > 1000%, Vitamin K, Vitamin B2, Vitamin B6 und Vitamin C je > 100% und Vitamin B12 > 400%.

Autor: narunge

Aufgewachsen im trostlosen, grauen Berlin-Wedding. Sehnsucht nach Schönheit und Reinheit der Natur. Was unsere Nahrung im Innersten zusammenhält. Vielfalt der pflanzlichen Heilmittel. Welcher Geist durchströmt die Pflanzenwelt. O König der Kephallenier!

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