Nahrungsenergie und Entzündungen im Hypothalamus

Ein wissenschaftliches Team um den Direktor des Instituts für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München, Prof. Dr. Matthias Tschöp, arbeitet an einem Forschungsprojekt, das den Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Diabetes und Adipositas und entzündlichen Reaktionen im Gehirn aufklären soll.

Bei dem Projekt „HypoFlam“ wird in besonderem Rahmen die Kommunikation zwischen den verschiedenen Zelltypen im Hypothalamus analysiert. Bei dem Hypothalamus handelt es sich um einen Bereich im Gehirn, der als Schaltzentrale für das vegetative Nervensystem gilt und für den Menschen unbewusst ablaufende Körperfunktionen wie Körpertemperatur, Kreislauf aber auch die Aufnahme von Nahrung und den Zellstoffwechsel in Leber und Fettgewebe steuert.

Es wurde im Zuge des Forschungsprojekts beobachtet, dass durch den Verzehr von energiereicher Nahrung (fettig und kohlenhydratreich) Prozesse im Hypothalamus ablaufen, die normalerweise nur dann beobachtet werden, wenn Hirngewebsverletzungen vorliegen. So stellt das Forschungsteam die Hypothese auf, dass eine gesteigerte Kalorienaufnahme zu entzündungsähnlichen Prozessen im Hypothalamus führen kann, wodurch es nach längerer Zeit zu Funktionsstörungen in diesem Gehirnbereich kommen kann. Ist dann der Hypothalamus in seiner regulierenden Funktion gestört, können körperliche und zelluläre Prozesse, die eine weitere Gewichtszunahme oder eine Intensivierung der Diabeteserkrankung bewirken, nicht mehr ausreichend abgefedert werden.

Das einwandfreie Funktionieren bestimmter körperlichen Automatismen – dies sind neben der Steuerung der Körpertemperatur, des Kreislaufs auch die hormonelle Steuerung unseres Sexualverhaltens – erfordert einen gut erhaltenen Zustand unseres Hypothalamus. Die vorliegenden Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass eine entsprechend kalorienarme Ernährung einen Beitrag zur Gesunderhaltung des Hypothalamus leisten könnte.


Quelle (abgerufen am 21. Juni 2016): http://www.helmholtz-muenchen.de/presse-medien/pressemitteilungen/2016/pressemitteilung/article/34376/index.html

Autor: narunge

Aufgewachsen im trostlosen, grauen Berlin-Wedding. Sehnsucht nach Schönheit und Reinheit der Natur. Was unsere Nahrung im Innersten zusammenhält. Vielfalt der pflanzlichen Heilmittel. Welcher Geist durchströmt die Pflanzenwelt. O König der Kephallenier!

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